Fidele Dörp: Musik in St. Augustinus

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30 Jahre „Musik in St. Augustinus“

Gelungener Auftakt in Jazz und Chorälen

Eröffnungskonzert für Trompete und Orgel des Jubiläumsjahres 2018

Am Sonntag, 27. Mai 2018, konnte Winfried Dahn, Leiter der seit über 30 Jahren erfolgreichen Konzertreihe „Musik in St. Augustinus“, zahlreiche Gäste in der katholischen Kirche in Oberricklingen begrüßen.
Neben dem Duo D'Arragon - Christian Gläsker und Yevgeniy Goryanskyy - war außerdem das sechstimmige Frauen-Vokalensemble Canto Concertando als Ausführende bei dem Eröffnungskonzert des Jubiläumsjahres 2018 dabei.
Winfried Dahn: „Das Konzert zum Auftakt des Jubiläums war ein voller Erfolg für die vielen Zuhörer und nicht zuletzt für die Interpreten. Die Lobback-Orgel mit der Trompete und das Vokalensemble Canto Concertando machten dem Slogan der Bannerwerbung 'Kirchenmusik - Tradition und Moderne' alle Ehre. Ungewohnte jazzige und rockige Klänge im Kirchenraum zu bekannten Chorälen aus früheren Jahrhunderten im Kontrast zur Barockmusik.“

Der erste Teil des Konzertes wurde von der Orgelempore aus bestritten:

Prince Of Denmark's March
von Jeremiah Clarke (1673-1707)
Arrangement für Trompete und Orgel

Orgel solo
Dialogue Sur Les Grands Jeux
von Louis-Nicolaus Clérambault (1676-1749)
Schlußsatz aus: Suite du premier ton.

Andante für Trompete und Orchester
von J. Bara (19. Jahrhundert) russischer Komponist
Vortrag nach einem Arrangement für Tompete und Klavier

Gloria Sei Dir Gesungen
Schlußchoral aus der Bachkantate BWV 140
„Wachet auf ruft uns die Stimme“

Ode „Eternal Source of Light Divine“
von Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Alleluja aus der Motette "Exsultate Jubilate"
von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Vortrag nach einem Arrangement für Trompete und Klavier

Vokalensemble Canto Concertando, Christian Gläsker (l.) und Yevgeniy Goryanskyy (r. / Foto: Jürgen Riechers)
Vokalensemble Canto Concertando, Christian Gläsker (l.) und Yevgeniy Goryanskyy (r.)

Unter großem Applaus kamen die Ausführenden von der Orgelempore herunter und nahmen Aufstellung im Altarraum. Danach folgte der zweite Teil des Konzertes mit Choralimprovisationen im Stil der Jazz- und Rockmusik (ökumenische Fassung im Evangelischen Gesangbuch, EG, und im Gotteslob, GL).

Lob Gott EG 243 / ökumenische Fassung
Lob Gott getrost mit Singen, frohlock, du christlich Schar! Dir soll es nicht misslingen, Gott hilf dir immerdar. Ob du gleich hier musst tragen viel Widerwärtigkeit, sollst du doch nicht verzagen; er hilft aus allem Leid.

Was Gott tut EG 372 / GL 294
Was Gott tut, das ist wohlgetan, es bleibt gerecht sein Wille, wie er fängt seine Sachen an, will ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zu erhalten drum lass ich ihn nur walten.

Komm, o komm EG 134
Komm, o komm du Geist des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit, deine Kraft sei nicht vergebens, sie erfüll uns jederzeit; so wird Geist und Licht und Schein in dem dunklen Herzen sein.

Oh Jesu Christe EG 72 / GL 643
Oh Jesu Christe, wahres Licht, erleuchte die dich kennen nicht und bringe sie zu deiner Herd', dass ihre Seel auch seelig werd.

Die ganze Welt EG 360
Die ganze Welt hast du uns überlassen, doch wir begreifen deine Großmut nicht. Du gibst uns frei, wir laufen eigene Wege in diesem unermesslich weiten Raum. Gott schenkt uns Freiheit, seine größte Gabe gibt er seinen Kindern.

Premiere für den „Talk am Turm“

Vor dem Konzert hatte ein neues, kleines kulturpolitisches Gesprächsformat Premiere. In dem 15minütigen „Talk am Turm“ stand der Bezirksbürgermeister und Ratsherr Andreas Markurth Rede und Antwort. Winfried Dahn hatte in gerade auch im Hinblick auf seine Funktion als Mitglied des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Hannover eingeladen. Dabei wurden drei Fragen erörtert: „Ist die Kultur ein Standortfaktor in Ricklingen?“, „Würde man jemanden Ricklingen wegen der Kultur empfehlen?“, „Was geben Sie der Konzertreihe und der dahinterstehenden Kultur für die nächsten 30 Jahre mit auf den Weg?“

Winfried Dahn und Andreas Markurth beim Talk am Turm (v.l. / Foto: Jürgen Riechers)
Winfried Dahn und Andreas Markurth beim "Talk am Turm"

Der Bezirksbürgermeister wies darauf hin, dass der Stadtbezirk viele herausragende Kulturorte hätte, wie z. B. die Ricklinger Edelhofkapelle, die Stadtteilzentren Ricklingen und Mühlenberg und der Stadtbezirk Ricklingen habe die höchste Vereinsdichte in der gesamten Stadt Hannover. Außerdem wies er darauf hin, dass der Bezirk viel „grüne Kultur“ habe, wie Wälder, Wasser und viele „wunderbare Wege zur Naherholung“. Außerdem erlebe er die EinwohnerInnen sehr interessiert an der vielfältigen Kultur im Stadtbezirk.

Markurth relativierte die alarmistischen Zeitungsberichte über Brennpunktschulen im Stadtbezirk. Er gab allerdings zu, dass diese Schulen der Unterstützung bedürfen. Alle Schulen legen seiner Meinung nach großen Wert auf Kultur und bieten dazu viele Projekte an z. B. auch theaterpädagogische Angebote.
Markurth: „Kultur ist eine Ebene, wo sich ganz viele unterschiedliche Menschen begegnen können. Und jeder kann sich mit seinen Vorlieben und Fähigkeiten in den Kulturbereich einbringen, sei es Bildhauerei, Malerei, Musik oder auch Gartenkultur. Und dabei über kulturelle Ereignisse auch miteinander ins Gespräch kommen. Menschen die vielleicht sonst nicht miteinander geredet hätten.“

Die seit 30 Jahren laufende Konzertreihe „Musik in St. Augustinus“ habe einen herausragenden Beispielcharakter und müsse schon alleine deswegen weiterlaufen.

Der Bezirksbürgermeister wies darauf hin, dass dieses Jahr die Konzertreihe ein weiteres Jubiläum feiern kann: 1998, vor 20 Jahren, bekam die „Musik in St. Augustinus“ den Bürgerpreis des Stadtbezirksrates Ricklingen.

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