Gegenwart / Schulen
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Die Schulen Ricklingens

Die Geschichte des Lehrens in Ricklingen beginnt früh. Schon um 1683 wird eine einklassige Schule mit dem Lehrer Cyracus Hillebrandt erwähnt.

Altes Schulgebäude
Altes Schulgebäude

Sie befand sich an der Stelle am Edelhof, wo heute im Eingangsbereich rechts das 1813 erbaute größere Haus steht.

1862 ist die Schule dann in die Klusmannstraße umgezogen, und befand sich dort im Gebäude des früheren Wortmannschen Hofes. Seit 1974 steht an der Stelle das Gebäude des Kindergartens der Michaelisgemeinde.
Die heutige Grundschule Stammestraße wurde 1889 erbaut als 'Volksschule Stammestraße'; zunächst für 8 Klassen, später auf 15 erweitert.
Die Realschule Nordfeldstraße wurde 1913 für acht Klassen als Volksschule erbaut.

Während des Dritten Reiches war die Schule in der Stammestraße nur für Mädchen und die Volksschule Nordfeldstraße nur für Jungen. Die Schulgebäude Ricklingens waren von den Zerstörungen des Krieges nur wenig betroffen. Sie wurden zunächst als Auffanglager für ehemalige italienische und polnische Zwangsarbeiter genutzt.

Im Oktober 1945 wurde dann der Schulbetrieb wieder aufgenommen, wobei der "Unterricht" vorzugsweise aus Ernteeinsätzen und Aufräumarbeiten bestand.
Der zu der Zeit zu beklagende Lehrermangel hatte zur Folge, daß - in den völlig überfüllten Klassenzimmern - in Schichten unterrichtet werden mußte. Dieser Zustand hielt noch mancherorts bis in die zweite Hälfte der Fünfziger Jahre an.

Der Schulbau erlebte nach dem zweiten Weltkrieg einen starken Aufschwung. So wurde die Schule am Martensplatz, - heute Orientierungsstufe - als Volksschule , 1950 fertiggestellt. Die Grundsteinlegung fand allerdings schon vor Kriegsbeginn statt. 1957 konnte dann eine weitere Schule, die Volksschule Munzelerstraße, feierlich eingeweiht werden. 1962 folgte die Sonderschule Pyrmonter Straße, welche 1976 in Martin-Luther-King-Schule umbenannt wurde.

Hettwer/Nöthel 2005
Impresssum