Norwegen in Oberricklingen
Edvard Grieg in der St.-Augustinus-Kirche
Er hat es meisterhaft verstanden, seine nordische Heimat mit Noten zu malen: der norwegische Komponist Edvard Grieg (1843-1907). Und meisterhaft wurde den Zuhörenden sein Werk am Sonntag, 3. November 2019, in der St.-Augustinus-Kirche nahe gebracht. Unter dem Titel „Edvard Grieg - Norwegen in Noten“ spielten das Geschwisterpaar Monika Döring-Brucks und Christian Döring am Steinway & Sons-Flügel und Konstantin Zacharow an der Lobback-Orgel bekannte und in dieser Form noch nie gehörte, bearbeitete Werke des Komponisten. Dr. Franz Rainer Enste führte spannend und kenntnisreich in die Vita Griegs und in das jeweilige Werk und seine Interpretation ein.
Winfried Dahn (r.) im Gespräch mit Dr. Franz Rainer Enste
Texte und Musik wurden gleichzeitig mit hervorragenden, passenden Bildern des Komponisten und von Landschaften seiner Heimat großformatig projiziert, die Prof. Manfred Zimmermann exklusiv in Norwegen aufgenommen hatte. So vermittelten die Künstler den Zuhörenden ein umfassendes Bild dieses Romantikers eigener Prägung mit Anklängen an traditionelle norwegische Volksweisen.
Einleitend hatte Winfried Dahn, Organist und Leiter der Veranstaltungsreihe „Musik in St. Augustinus“, die Künstler vorgestellt, so dass gleich ein Bezug zwischen Darstellenden und Hörenden entstand.
Winfried Dahn (r.) im Gespräch mit Christian Döring und Monika Döring-Brucks (v.l.)
Bekannte Werke wie die „Morgenstimmung“, „In der Halle des Bergkönigs“ und Solveigs Lied aus Peer Gynt sowie aus der Suite „Aus Holbergs Zeit“ und zwei Sätze aus dem Klavierkonzert a-moll, meisterhaft gespielt von den Geschwistern Döring - zwei- oder vierhändig -, gepaart mit entsprechenden Bildern, ließen in den Zuhörenden die Welt der Berge, Seen, Wasserfälle und der Trolle bildhaft entstehen.
Konstantin Zacharow an der Lobback-Orgel
Konstantin Zacharow hatte Chorszenen und Orchesterwerke für Orgel eingerichtet (transkribiert) - eine kompositorisch bedeutsame Leistung. Durch unterschiedliche Registrierung mehrerer Liedstrophen wurden diese Werke lebendig. Die norwegische Nationalhymne und die Hymne „I Himmelen“ (im Himmel) erklangen auf der Orgel eindringlich und euphorisch.
Der lang anhaltende Schlussapplaus war als Dank und Anerkennung wohlverdient für eine sehr gelungene Performance.
Wolf-Dieter Rennecke
Christian Döring, Monika Döring-Brucks, Konstantin Zacharow, Dr. Franz Rainer Enste und Winfried Dahn (v.l.)
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