Ricklingen / Volsschule Nordfeldstraße

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Volksschule Nordfeldstraße: Klassentreffen Jahrgang 1950

Lang, lang ist es her...
...genauer gesagt 64 Jahre, dass die Teilnehmer eines Klassentreffens der Volksschule Nordfeldstraße (heute Peter-Ustinov-Schule), im Jahre 1950 dort eingeschult wurden. Am vergangenen Samstag, den 25. Oktober trafen sich 14 ehemalige Schüler dieses Jahrgangs – auf Einladung der Organisatoren Rainer Dannenberg und Klaus Hillmer - zu einem ausgiebigen Frühstück in der Cafeteria der Senioren-Wohnanlage "Birkenhof" in Wettbergen, bei dem viele Begebenheiten, Geschichten und Anekdoten aus dieser Zeit erzählt wurden.

Einschulung im April 1950 (Foto: Klaus Hillmer)
Einschulung im April 1950

Über 40 Kinder in der Klasse, schreiben lernen mit dem Griffel auf der Schiefertafel, Schulspeisung aus dem mitgebrachten „Henkelmann“, Bestrafungsaktion mit „in der Ecke stehen“ – das waren einige der Rahmenbedingungen zu Beginn des neuen Lebensabschnitts. Erzählt man heute den Enkelkindern davon, so lautet der Kommentar: "Opa erzählt wieder aus der Steinzeit!“

Klassentreffen nach 64 Jahren am 25. Oktober 2014 (Foto: Klaus Hillmer)
Klassentreffen nach 64 Jahren am 25. Oktober 2014

Die Volksschule Nordfeldstraße war bis Ende der 1950er-Jahre eine reine Jungenschule, während die Schule in der Stammestraße die Mädchenschule war. Das führte zu teilweise abenteuerlichen Schulwegen. Schüler z. B. aus der Stammestraße mussten zur Nordfeldstraße, während Mädchen z. B. aus der Wassmann- oder Gesmannstraße zur Schule Stammestraße gehen mussten.

Ausflug nach Hamburg im September 1956: Hafenrundfahrt (Foto: Klaus Hillmer)
Ausflug nach Hamburg im September 1956: Hafenrundfahrt

Besonders erfreut waren die Teilnehmer, dass der ehemalige Klassenlehrer der Jahre 1956 - 58, Werner Schmidt mit seiner Frau Ruth, dabei waren. Damals wie heute genießt er bei seinen ehemaligen Schülern hohes Ansehen. Brachte er doch damals als Junglehrer ganz neue Ideen in den Schulbetrieb. Spontan wurde bei gutem Wetter der Unterricht nach draußen verlegt, oder es wurde mal eine Stunde Völkerball auf dem Schulhof gespielt. Im Rahmen der Heimatkunde organisierte er eine Radtour zur Schleuse in Anderten – im Kunstunterricht wurden die tristen Klassenwände mit Motiven von Alt-Hannover bemalt. Zum Schulabschluss gab es noch einen Schullandheim-Aufenthalt in Bredenbek am Deister mit Schnitzeljagd und Nachtwanderungen. Ein tolles Erlebnis!

Abschlußfahrt ins Schullandheim in Bredenbek am Deister (Foto: Klaus Hillmer)

Leider dauerte diese Zeit nur zwei Jahre, da 1958 - damals nach acht Schuljahren – die Schüler im Alter von 14 Jahren ins Berufsleben entlassen wurden. Doch viele der Schüler hielten weiterhin Kontakt zu ihrem ehemaligen Lehrer, indem sie an Wandertouren im Süntel, in den Dolomiten oder an Zeltlagern am Gardasee teilnahmen, die Werner Schmidt anbot.

Süntelwanderung 1959 (Foto: Klaus Hillmer)
Süntelwanderung 1959

Besonders stolz zeigte sich Werner Schmidt darüber, dass alle Schüler seiner Abgangsklasse sich erfolgreich im Berufsleben bewegt haben. Ob Schlosser, Elektriker, Installateur, Schriftsetzer, Drucker oder Kaufmann – alle hatten offensichtlich das richtige „Rüstzeug“ mitbekommen.

Eine unerwartete „Zugabe“ erhielten die Teilnehmer noch von Werner Schmidt überreicht: Seit kurzem gibt es den ersten Teil seiner selbstverlegten Biografie mit dem Titel „Mein Leben“ in gedruckter Form.

Zum Ausklang wurde dann verabredet, dass man sich bereits im kommenden Jahr erneut treffen möchte, um noch viele Erlebnissen aus der Rubrik „weißt du noch?“ zu erzählen.

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