Kita St. Thomas

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Warum Nacktschnecken ihr Häuschen nicht einfach verloren haben...

St. Thomas-KiTa wird zum Waldkindergarten
In der Kita St. Thomas die erste Projektrunde der "Waldtage" in diesem Monat zu Ende gegangen.

Sich einmal nach Herzenslust schmutzig machen, schillernde Mistkäfer im Gebüsch aufspüren oder Springkraut hüpfen lassen – für 30 Kinder der KiTa St. Thomas wurde das Ricklinger Holz in den vergangenen Monaten zum Waldkindergarten!

Initiiert hat das insgesamt zweiwöchige Projekt „Bären“-Gruppenleiterin Andrea Kladen-Weiß, die an der „Natur­schule Freiburg“ eine sechsmonatige Weiterbildung zur Facherzieherin für Natur- und Waldpädagogik gemacht hat. Mit ihrer Kollegin Sabine Adamschak und je­weils 15 Mädchen und Jungen – je 5 aus jeder Gruppe – sind sie losgezogen. Ihr Ziel: „Den Kindern die Natur näher zu bringen und ihnen Respekt vor Lebewesen und Pflanzen zu lehren.“ Und von de­nen gab es für die Mini-Forscher (3 bis 6 Jahre) zwischen Ihme und Unterholz viele zu entdecken und kennen zu lernen! Kladen-Weiß: „So haben viele Kinder beispielsweise bisher gedacht, dass Nacktschnecken einfach nur ihr Häuschen verloren haben...“

Nacktschnecke
Vor den Waldtagen dachten viele Kinder, Nacktschnecken hätten ihr Häuschen verloren... Jetzt wissen sie es besser!

Lernen und Spielen zwischen Gräsern, Büschen und Bäumen – für die KiTa-Kinder ein echtes Erlebnis. Denn auch ohne Plastik-Spielzeug und Klettergerüst mit Rutsche kann so ein Kindergartentag richtig Spaß machen! Kladen-Weiß: „Der Verzicht auf vorgefertigtes, gekauftes Spielzeug hat bei den Jungen und Mädchen die Kreativi­tät und Fantasie angeregt. Die Zeit im Wald ging immer Ruck-zuck vorbei. Wir haben aus Rinde, Blättern und Stöcken tolle Boote gebaut, Ketten aus Holunder-Ästen gebastelt, uns ein `Lager` eingerichtet oder sind mutig auf abgebrochenen Buchenstämmen geklettert.“

Kletterübungen
Hier ist Mut und Geschick gefragt - Kletterübungen auf einem umgestürzten Baumstamm

Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Waldtage: Bei vielen Kindern habe sich die Sozial­kompetenz, das Selbstbewusstsein und die Selbständigkeit deutlich verbessert, so Kladen-Weiß: „Am ersten Tag herrschte in beiden Gruppen große Unruhe. Das hat sich nach kurzer Zeit völlig gegeben. Alle waren ausgelassen und fröhlich. Außerdem haben sich völlig neue Gruppenkonstellationen gebildet. Kinder, die sonst im KiTa-Alltag gar nichts miteinander anfangen können, haben plötzlich super miteinander gespielt, konnten voneinander lernen.“

Nun soll das Projekt so schnell wie möglich weitergeführt werden, damit noch mehr St. Thomas-Kids erste Naturkontakte knüpfen können. Kladen-Weiß: „Ich wünsche mir, dass letztlich jedes Kind aus jeder Gruppe daran teilnehmen kann. Am liebsten mehrfach, denn nur dann können sie auch den Wechsel der Jahreszeiten besser wahrnehmen.“

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Artikel: Julia-Marie Meisenburg, Förderverein Kindertagesstätte der Ev. Luth. St. Thomas-Gemeinde Hannover-Oberricklingen
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