Freiwillige Feuerwehr Ricklingen

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Freiwillige Feuerwehr Ricklingen hält Jahreshauptversammlung ab

Früh im Jahr, am 22. Februar 2014, kamen viele aktive und fördernde Mitglieder sowie Alterskameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ricklingen auf der Feuer- und Rettungswache 4 zusammen, um ihre Jahreshauptversammlung 2014 abzuhalten. Eine gute Gelegenheit für die neue Leitung, auf ihr erstes Jahr zurückzublicken. Ortsbrandmeister Frank Weinhold berichtete von 66 Einsätzen sowie etlichen Übungsdiensten, die geleistet wurden. Auch der “Tag der Feuerwehr“ auf dem Butjerbrunnenplatz im vergangenen Mai zählte dazu, er soll in 2015 wieder stattfinden.

Weinhold hob 18 Stunden geleistete Einsätze im Bereich der Kampfmittelbeseitigung hervor, besonders aber die tagelangen Einsätze in Magdeburg zur Hochwasserbekämpfung. Hier wurde große Solidarität untereinander erlebt, wie auch im Verhältnis zur betroffenen Bevölkerung. Auch Marc-David Henne als Jugendwart sowie Franziska Schacht von der Leitung der Ricklinger Kinderfeuerwehr hielten ihre Berichte: Zur Zeit sind 22 Jugendliche in der Ausbildung zum Feuerwehrdienst, sowie 14 Kinder in der spielerischen Heranführung an ein späteres Engagement in der Ricklinger Wehr.

Feuerwehrhauptmann Weinhold, Kameraden Stöpper, Koß, Böhmer, Siemann (v.l.)
Feuerwehrhauptmann Weinhold, Kameraden Stöpper, Koß, Böhmer, Siemann (v.l.)

Jetzt kam die sogenannte „Sternstunde“, so wird das Vergeben der neuen Schulterstücke anlässlich der anstehenden Beförderungen genannt. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Michael Sander nahm die Beförderungen vor, nämlich: Jan Böhmer zum Oberfeuerwehrmann, Andreas Siemann zum Hauptfeuerwehrmann sowie den stellvertretenden Ortsbrandmeister Jens Koss zum Hauptlöschmeister. Nur die Beteiligten wissen, wie viel Ausbildung und Übungsdienst nötig ist, um zur Beförderung vorgeschlagen zu werden. Das ist kein Selbstläufer. So zeigten sich einzelne Kameraden enttäuscht, dass sie trotz ihres Engagements diesmal nicht berücksichtigt werden konnten.

Dann war da noch das besondere Jubiläum: Der stellvertretende Amtsleiter Dieter Rohrberg ließ es sich nicht nehmen, seinen ehemaligen Kollegen, Kamerad Wilhelm Stöpper, persönlich zu ehren für 60 Jahre Dienst und Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr! Wilhelm Stöpper erhielt das goldene Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes.

Dieter Rohrberg nahm diese Ehrung zum Anlass, seinerseits zurückzublicken auf die besonderen Aufgaben des vergangenen Jahres. Der pausenlose Einsatz in den Hochwassergebieten war mit 11 Tagen der längste Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren seit dem 2. Weltkrieg!

5000 Einsatzkräfte aus ganz Deutschland mussten in den langgestreckten Flussabschnitten organisiert werden, wobei strukturelle Erkenntnisse aus 2004 schon helfen konnten. In unserem Fall wurde die Logistikleistung von einer zentralen Einsatzstelle im Rathaus von Magdeburg erbracht. Ohne den Einsatz unserer Hannoverschen Wehren hätte die Hälfte des Magdeburger Stadtgebietes 1,50 Meter unter Wasser gestanden. Dabei wurden gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr gemacht, in der gemeinsamen Fachgruppe Logistik und Hochwasserschutz. Rohrberg bezeichnete diese Fachgruppe als Hannoversche Spezialität, es waren 400 000 Sandsäcke durchgelaufen.

„Alle haben nach vorn gerichtet gearbeitet, und nicht nur acht Stunden! Es war eine Arbeit gegen die Zeit.“ Auch in der Zusammenarbeit von BF und FFW im Bereich Kampfmittelbeseitigung habe sich eine kameradschaftliche Struktur entwickelt. Das sei gut und nötig, auch in Hinblick auf die Gastgeberrolle Hannovers beim nächsten Tag der Deutschen Einheit. „Diese Aufgabe erfordert eine große gemeinsame Sicherheitsarchitektur“, so Rohrberg. Schließlich kündigte er an, dass ca. 2 Millionen Euro bereitgestellt würden, um alle Feuerwehrleute mit der neuen, sandfarbenen Schutzkleidung auszustatten, die erheblich mehr Komfort und Sicherheit bieten würde als die bisherige Ausrüstung.

Michael Sander, stellvertretender Stadtbrandmeister, betonte, dass es jetzt eine einheitliche Kleidung mit der BF gäbe, was ja auch Ausdruck der gemeinsamen Anerkennung wäre. Er zeigte sich stolz, zwanzig neue Führerscheine für Großfahrzeuge im Bereich der Hannoverschen FFW`s vergeben zu können.

Schließlich berichtete auch Marc-Oliver Spohr, der neue Brandbereichsleiter der Wache 4, von seinen Erfahrungen in Magdeburg. Er sieht für unseren Brandbereich einen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit innerhalb der Fachgruppen, z. B. der Fachgruppe Hochwasserschutz, wobei in seinem Zuständigkeitsbereich sechs Freiwillige Feuerwehren existieren, davon zwei direkt auf dem Wachegelände. Das sei eine Besonderheit. Er fühlt sich als neuer Brandbereichsleiter gut aufgenommen.

So war es vor Jahren doch die richtige Entscheidung gewesen, dass unsere FFW Ricklingen ihren alten Standort im Bunker in der Nordfeldstraße aufgegeben hatte, um sich in die Arbeit der großen Wache 4 zu integrieren. Jetzt konnte die Mitgliederversammlung ausklingen bei einem gemeinsamen Essen, das eine gute Gelegenheit bot, sich unter den Kameraden, den Alterskameraden sowie den fördernden Mitgliedern auszutauschen.

Für die FFW Ricklingen
Martin Walther

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