Stadtteilzentrum Ricklingen

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Stadtteilzentrum Ricklingen wegen erhöhter PCB-Werte geschlossen

Alle Meldungen und Infos chronologisch:

20.03.2026

Freizeitheim Ricklingen muss kurzfristig schließen - Veranstaltungen abgesagt

In Räumlichkeiten des Freizeitheimes Ricklingen sind im Rahmen routinemäßiger Überprüfungen erhöhte PCB-Werte festgestellt worden.

Dabei handelt es sich um Schadstoffe, die in älteren Gebäuden vereinzelt in Baumaterialien vorkommen können. Die Situation wird jetzt aufgeklärt, die Ursachen werden gezielt ermittelt und es werden geeignete Maßnahmen eingeleitet.

Als Vorsichtsmaßnahme und um jedwede Gefährdung auszuschließen wird das Gebäude ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. Alle geplanten Veranstaltungen für Sonnabend (21. März) und Sonntag (22. März) werden abgesagt, diese finden nicht statt. Das gilt auch für die Veranstaltung "Murmiland". Über einen Ersatz für gebuchte Tickets oder eine Verlegung wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Das Bürgeramt Ricklingen im gleichen Gebäude bleibt ab Montag (23. März) geschlossen, bestehende Termine werden umgebucht, Betroffene werden gesondert informiert und erhalten rechtzeitig eine Benachrichtigung mit einem neuen Termin und Ort.

23.03.2026

Stadtbibliothek Ricklingen vom 23. bis 5. April geschlossen

Die Stadtbibliothek Ricklingen, Anne-Stache-Allee 7, bleibt vom Montag, 23. März, bis Sonntag, 5. April, aufgrund der betriebsbedingten Schließung des Stadtteilzentrums Ricklingen geschlossen.

25.03.2026

PCB-Belastung: Stadt veranlasst weitere Messungen im Stadtteilzentrum Ricklingen

Nachdem die Landeshauptstadt Hannover das Stadtteilzentrum Ricklingen aufgrund erhöhter PCB-Werte vorerst geschlossen hat, veranlasst sie nun weitere Schadstoff-Messungen in dem Gebäude. Diese Messungen sind beauftragt und beginnen in den nächsten Tagen. Mit Ergebnissen ist in 14 Tagen zu rechnen. Das gesamte Gebäude bleibt vorerst geschlossen. Die Stadt betont, dass Besucher*innen und Mitarbeitende zu keinem Zeitpunkt gefährdet waren.

Richtwert in einigen Räumen überschritten

Von der Stadt beauftragte Gutachter stellten bei einer routinemäßigen Überprüfung in einem nicht öffentlich zugänglichen Raum eine leichte Überschreitung des Richtwertes von 800 Nanogramm PCB je Kubikmeter Raumluft fest. Eine dauerhafte Überschreitung dieses Richtwertes wird vom Umweltbundesamt als potenziell gesundheitsgefährdend angesehen. Der vom Land Niedersachsen vorgegebene Interventionswert von 3000 Nanogramm PCB je Kubikmeter Raumluft wurde zu keinem Zeitpunkt überschritten.

Vorsichtsmaßnahme

Die Stadt nimmt die aktuellen Erkenntnisse nun zum Anlass, als Vorsichtsmaßnahme weitere Teile des Gebäudes überprüfen zu lassen – also auch die Veranstaltungssäle, die Stadtteilbibliothek sowie die im Haus untergebrachte Gastronomie. Die Stadt geht zwar nicht davon aus, dass erhöhte PCB-Werte in diesen Räumen nachgewiesen werden. Sie möchte aber auf Nummer sicher gehen. Nach Experten-Einschätzung stammt die PCB-Belastung aus Baumaterial in den Fassaden des Stadtteilzentrums. Anders als etwa das im Zentrum untergebrachte Bürgeramt haben jedoch die Säle, die Bibliothek und der Gastro-Bereich nur einen geringen Fassadenanteil. Außerdem ist hier das Luftvolumen höher und der Luftaustausch wird durch mechanische Lüftungsanlagen sichergestellt.

Gebäudemanagement leitet Schritte ein

Ziel der in der kommenden Woche beginnenden Messungen ist es, die risikolose Freigabe der öffentlichen Bereiche gutachterlich abzusichern.

Für die Räume mit erhöhten PCB-Werten entwickeln das städtische Gebäudemanagement und der betriebliche Gesundheitsschutz der Stadt die notwendigen Schritte und Maßnahmen, um die PCB-Werte dauerhaft zu senken.

PCB seit 1989 verboten

PCB (polychlorierte Biphenyle) handelt es sich um eine Chemikalie, die über Jahrzehnte als Industriechemikalie verwendet wurde. Auch in Baumaterialen kam sie zum Einsatz. Herstellung und Einsatz sind in Deutschland seit 1989 verboten, da PCB als krebserregend gilt.

26.03.2026

Stadtteilzentrum Ricklingen: Ferienaktionen und weitere Programmangebote trotz Schließung gesichert

Die vorübergehende Schließung des Stadtteilzentrums Ricklingen betrifft rund 40 Veranstaltungen, die dort geplant waren. Ein Teil davon wie etwa Musikproben oder Workshops fällt aus. Allerdings ist es dem Team des Stadtteilzentrums gelungen, rund 20 Veranstaltungen an andere Orte zu verlegen.

So ist das Osterferienprogramm für Kinder in Ricklingen gesichert. Auch weitere Angebote, unter anderem des Gebirgsvereins, der Schachfreunde Ricklingen oder von Amnesty International, können andernorts stattfinden. Ausweichstandorte sind das Stadtteilzentrum Mühlenberg, das Freizeitheim Linden, der Spielpark Ricklingen sowie Flächen der umliegenden Sportvereine.

„Trotz der Einschränkungen ging es uns darum, ein verlässliches Angebot aufrecht zu erhalten. Das ist möglich durch die Unterstützung anderer Einrichtungen der Stadtteilkultur sowie zahlreicher Vereine und Institutionen aus Ricklingen“, betont die städtische Kulturdezernentin Eva Bender. Hinter den Kulissen sei dafür intensiv gearbeitet, koordiniert und improvisiert worden. „Dafür sage ich allen Beteiligten herzlichen Dank“, so Bender.

Grund für die vorübergehende Schließung des Stadtteilzentrums sind überhöhte PCB-Werte, die dort in einigen Räumen festgestellt wurden. Die Stadt hat weitere Raumluftmessungen veranlasst.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen geben die Mitarbeitenden des Stadtteilzentrums Ricklingen montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0511 168 49595. Erreichbar sind sie auch per Mail unter fzh-ricklingen@hannover-stadt.de.

01.04.2026

Stadtbibliothek Ricklingen weiterhin geschlossen

Die Stadtbibliothek Ricklingen, Anne-Stache-Allee 7, bleibt bis auf Weiteres aufgrund der betriebsbedingten Schließung des Stadtteilzentrums Ricklingen geschlossen.

10.04.2026

Schadstoff-Messungen: Stadtteilzentrum Ricklingen öffnet wieder am 13. April

Weitgehende Entwarnung für das Stadteilzentrum Ricklingen: Nachdem die Landeshauptstadt Hannover weitere Schadstoff-Messungen aufgrund überhöhter PCB-Werte in dem Gebäude veranlasst hatte, gibt sie den zwischenzeitlich geschlossenen Komplex größtenteils wieder frei.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass nur einzelne Räume eine erhöhte Belastung mit PCB (polychlorierte Biphenyle) aufweisen. Die Publikumsbereiche und Säle sind nicht belastet und können ab dem 13. April wieder genutzt werden. Die Gastronomie im Hause öffnet wieder am 19. April. Die jüngsten Messungen belegen die Einschätzung der Stadt, dass Besucher*innen zu keinem Zeitpunkt gefährdet waren – auch nicht im Veranstaltungsbereich.

Wie ist die Lage in den Sälen, in der Bibliothek und in der Stadtteilkultur?

Messungen vom 26. März haben ergeben, dass Säle und Bibliothek bedenkenlos genutzt werden können. Die Belastung lag hier bei 50 bis 160 Nanogramm PCB pro Kubikmeter Luft. Das sind Werte, die deutlich unterhalb des vom Umweltbundesamt empfohlenen Richtwertes von 800 Nanogramm sowie des gesetzlichen Grenzwertes von 3000 Nanogramm liegen.

Die Stadtteilkultur arbeitet mit Einschränkungen, weil die Büros in einen Seminarraum verlegt werden mussten. Die meisten Angebote konnten innerhalb des Hauses verlegt werden und finden statt. Es gibt lediglich vereinzelte Absagen. Die Bibliothek wird ohne Einschränkungen wieder zur Verfügung stehen.

Welchen Service bietet jetzt das Bürgeramt?

Geschlossen bleiben im Stadtteilzentrum vorerst drei Räume, die bisher das Bürgeramt belegt hat. Hier waren bei ersten Messungen Werte von 760 bis 929 Nanogramm PCB pro Kubikmeter Raumluft festgestellt worden.

Das Bürgeramt wird ein eingeschränktes Angebot an anderer Stelle im Stadtteilzentrum zur Verfügung stellen. Es umfasst folgende Dienstleistungen:

Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Stadt empfiehlt Bürger*innen ohne solche Einschränkungen, weiterhin auf die anderen Bürgerämter der Landeshauptstadt Hannover auszuweichen.

Wie sind die Ergebnisse für die Gastronomie ausgefallen?

Eine nur geringfügige Überschreitung des vom Umweltbundesamt empfohlenen Richtwertes ergaben die Messungen in den gastronomisch genutzten Räumen des Stadtteilzentrums. Der Pächter und das Gebäudemanagement der Stadt sind sich einig, dass diese leichte Belastung mit Sofortmaßnahmen deutlich reduziert werden kann. So wird der Pächter die Lüftungsintervalle kurzfristig anpassen – die baulichen Gegebenheiten lassen das zu. Außerdem werden die Gastronomieräume noch intensiver gereinigt als bisher. So steht der geplanten Wiedereröffnung am 19. April nichts im Wege.

Wie geht es weiter?

Ziel der Landeshauptstadt ist es, dauerhaft die PCB-Belastung im gesamten Stadtteilzentrum auf deutlich unterhalb von 800 Nanogramm zu reduzieren. Das wäre auch die Voraussetzung dafür, dass das Bürgeramt wieder in seine bisherigen Räume zurückkehren kann. Das städtische Gebäudemanagement und der betriebliche Gesundheitsschutz der Stadt leiten die dazu notwendigen Schritte ein: Auch im Bürgeramt soll die Lüftung deutlich verbessert werden. Außerdem sind weitere intensive Reinigungsarbeiten notwendig. Zu den Vorsorgemaßnahmen, die die Stadtverwaltung trifft, gehört ein Schadstoff-Monitoring. Fachleute sollen regelmäßige Kontroll-Messungen im gesamten Komplex vornehmen. Wann das Bürgeramt seine angestammten Räume wieder nutzen kann, ist derzeit noch nicht absehbar.

Wie ist das Risiko zu bewerten?

Die Stadt betont, dass Besucher*innen und Mitarbeitende zu keinem Zeitpunkt gefährdet waren. Der Grund: Die von der Stadt beauftragten Gutachter haben festgestellt, dass in keinem der PCB-belasteten Räume der vom Land Niedersachsen vorgegebene Interventionswert von 3000 Nanogramm PCB je Kubikmeter Raumluft überschritten wurde. Lediglich der deutlich niedrigere Richtwert des Umweltbundesamtes von 800 Nanogramm wurde bei einigen Messungen leicht überschritten. Ein solcher Wert gilt als möglicherweise gesundheitsgefährdend – für Menschen, die sich dauerhaft über viele Jahre in derart belasteten Räumen aufhalten. Eine kurzzeitige Überschreitung bedeutet daher keine Gesundheitsgefahr, dient jedoch als Signal, um Verbesserungen einzuleiten.

Die PCB-Belastung im Stadtteilzentrum Ricklingen geht nach Einschätzung von Fachleuten von der Gebäudefassade aus. Nachdem Gutachter bei ersten routinemäßigen Messungen leicht überhöhte Werte in einigen Räumen festgestellt hatten, schloss die Stadt am 20. März vorsorglich das gesamte Zentrum und veranlasste weitere Kontrollen. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse geben Handlungssicherheit. Insofern sieht sich die Stadt in ihrer Vorgehensweise bestätigt.

Was sind PCB?

Bei PCB (polychlorierte Biphenyle) handelt es sich um langlebige chlorierte Kohlenwasserstoffe, die über Jahrzehnte als Industriechemikalien verwendet wurde. Auch in Baumaterialen kamen sie zum Einsatz. Herstellung und Einsatz sind in Deutschland seit 1989 verboten, da PCB als krebserregend gilt.

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