Freiwillige Feuerwehr Ricklingen

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Freiwillige Feuerwehr Ricklingen unter neuer Leitung!

Endlich ist es so weit. Anfang Juli lag der nötige Ratsbeschluss vor und die Ernennung zu Ehrenbeamten auf Zeit konnte ausgesprochen werden: Neuer Ortsbrandmeister der FFW Ricklingen ist der Brandmeister Frank Weinhold (49). Im zivilen Leben arbeitet er als Schulhausmeister an der Martin-Luther-King Schule in Oberricklingen. Als Aktiver der Freiwilligen Feuerwehr, der alle nötigen Lehrgänge für Führungsaufgaben absolviert hat, kam er vor ca. vier Jahren von der FFW Linden zu uns. Als stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Hauptlöschmeister Jens Koß (33) gewählt. Der gelernte Tischler arbeitet als Bootsführer bei der LHH Hannover, er ist ein Eigengewächs unserer Ricklinger Feuerwehr und gehört zur Feuerwehrtauchergruppe. Seit 1990 ist Jens Koß dabei, er war zuletzt als Gerätewart für die Wartung des umfangreichen Materials zuständig. Gewählt wurde diese kluge Tandemlösung schon auf einer Mitgliederversammlung im Februar.

Jens Koß und Frank Weinhold (v.l.)
Jens Koß und Frank Weinhold (v.l.)

Eine Neubesetzung des Ortsbrandmeisterpostens wurde durch den Rücktritt von Markus Holland-Lange nötig. Im Zuge der Neuwahl des Ortsbrandmeisters wurde auch gleich der Posten seines Stellvertreters neu zur Wahl gestellt, damit eine zukunftsfähige Zusammenarbeit in der Führung der Freiwilligen Feuerwehr Ricklingen gewährleistet ist. Beide Personen haben das Vertrauen der Mannschaften, was durch das sehr eindeutige Wahlergebnis dokumentiert ist. Wir danken an dieser Stelle ausdrücklich den bisherigen Amtsträgern für ihre manchmal aufreibende Arbeit, die sie für unsere Feuerwehr über viele Jahre geleistet haben. Markus Holland-Lange, der ehemalige Ortsbrandmeister, wird künftig im Förderverein der FFW Ricklingen seine Kenntnisse einbringen.

Obwohl in der Zeit zwischen Wahl und Ernennung alle Beschlüsse mit dem Stadtkommando der Feuerwehr abgesprochen werden mussten hat das neue Führungsduo schon Einiges geleistet: In die Interimszeit fiel die Jubiläumsveranstaltung „135 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ricklingen“, die am 25. Mai auf dem Butjerbrunnenplatz in Oberricklingen stattgefunden hat. Ziel der Veranstaltung war, die Arbeit der FFW den Gästen der Veranstaltung nahe zu bringen und Mut zu machen, als junger Mensch den Weg zur Mitarbeit in der Feuerwehr zu finden. Neben den üblichen gastronomischen Angeboten wurden historische Feuerwehrfahrzeuge gezeigt und etliche Vorführungen der technischen Möglichkeiten modernen Löschwesens abgehalten. Trotz des unterirdisch kalten Wetters kamen drei- bis vierhundert Gäste auf den Platz, darunter viele Eltern mit ihren Kindern. „Schön, dass Ihr wieder `was macht“ war der zustimmende Kommentar einer Besucherin. Ortsbrandmeister Frank Weinhold möchte die Platzveranstaltung dann auch im zweijährigen Turnus wiederholen, im Wechsel mit dem Oberricklinger Butjerbrunnenfest des OBV.

Überhaupt sieht Weinhold als einen Schwerpunkt der Feuerwehrarbeit die Präsenz in den Stadtteilen. Freiwillige Feuerwehr als zugehörige Gruppierung im öffentlichen Leben, als Ort bürgerschaftlichen Engagements. Und natürlich als Träger einer technisch orientierten sinngebenden Kinder-und Jugendarbeit in der Gemeinschaft engagierter Menschen. Derzeit ist die Nachwuchsarbeit der Ricklinger Feuerwehr auch ganz erfolgreich: Zwölf Kinder von 6 bis 10 Jahren treffen sich einmal im Monat unter der Leitung von Franziska Schacht und Katrin Henne als Kinderfeuerwehr, die Jugendfeuerwehr zählt 15 Aktive und trifft sich wöchentlich unter der Leitung von Marc-David Henne zu fachlicher Schulung. Zuwendungen durch den OBV und den Bezirksrat Ricklingen wurden umgehend in die Ausrüstung der Kinder- und Jugendwehr investiert.

Wer nun die Freiwillige Feuerwehr Ricklingen auf dem Tag der Ricklinger am 15. Juni vermisst hatte, der konnte den Grund der Abwesenheit in der Predigt hören, die Frau Pastorin Lampe-Denski zum Thema „Einer trage des Anderen Last“ gehalten hatte: Unsere Feuerwehr war im Einsatz in den Hochwassergebieten um Magdeburg! Das ist eben die Kernaufgabe des Feuerwehrwesens, nämlich: „retten – bergen – schützen.“ Acht Tage und Nächte lang waren zwölf Aktive unserer Ricklinger Feuerwehr mit LKW und Gerätewagen Logistik im Hochwassereinsatz. Endlos viele Sandsäcke wurden hergestellt und ausgebracht, untergebracht wurden unsere Leute in einer Messehalle. „Da kommt nicht viel Schlaf zusammen“, so unser neuer Ortsbrandmeister. Das gehört eben auch mal zum Feuerwehrleben.

Für die FFW Ricklingen: Martin Walther

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Artikel & Foto: Martin Walther
Nöthel 2013