ohneGeigen

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Guter Start für ohneGeigen!

Liebe Ricklingerinnen und Ricklinger,

die Mitglieder des im April 2010 gegründeten Blasorchesters „ohneGeigen“ bedanken sich an dieser Stelle für die herzliche An- und Aufnahme durch das Ricklinger Publikum und die Ricklinger Vereine. Viele private Spenden und auch eine vom Stadtbezirksrat Ricklingen bereitgestellte Zuwendung haben uns den Start erleichtert und die Anschaffung einer Grundausstattung an Noten sowie einiger Schlaginstrumente ermöglicht. Herzlichen Dank für Ihre großzügige Unterstützung!

Unsere ersten öffentlichen Auftritte in Ricklingen haben uns und Ihnen viel Spaß gemacht und uns ermutigt, unser musikalisches Konzept weiter zu verfolgen. Auch unsere Kleinsten haben bereits Größe bewiesen: das Jugendensemble durfte sein Können auf dem Herbstfest der Wilhelm-Busch- Schule präsentieren. Neben einigen gemeinsamen Stücken hat jedes Ensemblemitglied tapfer ein Solo vorgetragen. Da können sich die Großen ein Scheibchen abschneiden...

Nach wie vor sind bei uns neue Blasmusiker jeden Alters und jeder Ausbildungsstufe gern gesehen! Für Unentschlossene hier ein launiger aber nichtsdestotrotz authentischer Erfahrungsbericht unserer Schlagwerkerin Bettina Lüddecke.

Blasorchesters ohneGeigen

Ein Himmel „ohneGeigen“ - oder: ein Orchester der besonderen Art!

Es ist schon seltsam, wie sich manches im Leben wiederholt. Als Schülerin habe ich in einer bunt gewürfelten Spielschar gespielt. Das übliche Programm: Blockflöte und Gitarre. Doch schon bald kamen ganz andere Instrumente hinzu: Drum-Set und Percussion. Von der Grundschule bis zum Abitur war es eine schöne Zeit. Danach zog ich in eine andere Stadt um zu studieren und mein musikalischer Weg nahm eine andere Richtung, nämlich Chorgesang.

Doch durch einen Zufall wurde ich jetzt wieder Mitglied eines Orchesters. Mein Zufall trägt den Namen Heike. „Zufall Heike“ singt nicht nur im selben Chor wie ich, sondern ist auch seit kurzem 1. Vorsitzende eines neugegründeten sinfonischen Blasorchesters und in dieser Funktion ständig und sehr erfolgreich auf Akquise weiterer Mitspieler.

Dabei hat es dann auch mich erwischt. Sie hatte ja durchaus schon öfter über ihr Orchester geschwärmt. Allerdings bin ich keines Blasinstruments mächtig und Blockflöte oder Gitarre waren hier nicht gefragt. Damit war ich raus aus dem „Einzugsbereich“. Doch eines Tages ließ Heike so nebenbei fallen, dass das Orchester auf der Suche nach Schlagzeugern jeglicher Couleur sei! Schon war ich infiziert. Als sie dann auch noch erwähnte, es gäbe 2 Kesselpauken war kein Halten mehr. Ich bin bekennender Fan von Kesselpauken. In der Spielschar gab es diese Pauken nicht, hier war die Chance, sie endlich zu spielen. Mit leuchtenden Augen, wehenden Fahnen und einem Gutteil Aufregung ging ich mit Heike zur Probe. Chorgesang und Notenlesen beherrsche ich dank langjähriger Übung, aber wie lange hatte ich schon kein Instrument mehr angefasst. Egal. Schauen wir Mal.

Ich traf auf einen buntgemischten, fröhlichen Haufen Menschen aller Altersgruppen und wurde herzlich aufgenommen. Auch vom Dirigenten Frank Trudwig wurden wir Neulinge (außer mir noch 2 weitere) herzlich begrüßt und sofort integriert.
Und dann ging es auch schon los. Kaum hatte ich mich mit den anderen Schlagzeugern bekannt gemacht und mein Instrumentarium um mich sortiert wurde schon das erste Stück angespielt. Mein lieber Schwan, was für ein Sound! Drum-Set, Tuba und Bassgitarre von links, gefühlte hundert Blechbläser vor mir und das Ganze in einer Schulaula, die bekannter Maßen eine gute Akustik vorweist. Dass das das Dach aushält! Respekt.
Ich war so beeindruckt, dass an Mitspielen überhaupt nicht zu denken war. Ich wollte nur noch zuhören!
Aber da hatte ich irgendwie nicht mit dem Dirigenten gerechnet. Nach freundlicher Aufforderung und da Noten und Instrumente vorhanden waren gab es keine wirkliche Ausrede. Also dann los.

Und es machte auf Anhieb Spaß! Die Spielfreude des Orchesters und die Motivationskunst des Dirigenten waren derartig ansteckend, dass es sogar egal war, wenn es zu einem Stück Mal keine Noten für Percussion gab. Dann wurde halt fröhlich improvisiert. Toll! Und wer glaubt: jaha, das war doch wohl nur der Vorführeffekt zum Anlocken der Neuen! Nö. Bisher habe ich kaum eine Probe versäumt und es macht jedes Mal Spaß. Selbst wenn eine Probe ab und zu nur wenig Beteiligung der Percussion-Gruppe braucht wird es durchaus nicht langweilig. Dafür sorgen u. a. die launigen Kommentare von Frank Trudwig zu beliebten Themen wie „Lautstärke“ (Keiner spielt lauter als sein Nachbar! Das gilt aber nicht für die Querflöten, ihr haltet ordentlich drauf! Das Zeichen „p“ heißt bei euch Power!“), „Dynamik“ („Reinschleichen ist nicht!“) oder sonstige Anweisungen („könnten die Klarinetten bitte zickig spielen: meck meck meck, nicht bah bah! Das geht, ich weiß das!!“). Und jeder wird tatsächlich an der Stelle abgeholt, wo er sich erfahrungstechnisch mit seinem Instrument befindet. Völlig egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener.

Irgendwie passen alle gut zusammen und auch Neuankömmlinge kommen gern wieder. Die Gemeinschaft ist freundlich, der Spaß steht an erster Stelle, mindert aber nicht im Mindesten den Leistungsanspruch, wie die vielen positiven Rückmeldungen nach unseren bisherigen Auftritten zeigen. Das junge Orchester kommt gut an und wird sofort wieder gebucht, besser geht’s nicht. Und ganz nebenbei wächst die Mitspielerzahl. Die Orchestergröße scheint jedoch eine nach oben offene Skala zu haben, wenn man unseren Dirigenten hört: „Also wenn erst Mal die Gruppe der Querflöten die 24er-Marke überschritten hat…“ (momentan sind es 5-7). Oder: „Saxofone kann man nie genug haben“. Und so zieht sich das durch alle Bereiche. Es sind also noch Plätze frei. Aber wenn das mit der Mundpropaganda weiter so gut läuft, fliegt irgendwann doch noch das Schuldach weg! Und das ganz ohneGeigen!

Falls Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind: wir freuen uns über Zuwachs in allen Registern. Geprobt wird Mittwochs ab 19:00 Uhr in der Aula der Wilhelm-Busch-Schule. Kontaktieren Sie uns unter info@ohnegeigen.de oder telefonisch unter 0160 3446907.

ohneGeigen
Links & Adressen
Artikel: Heike Dingfeld, ohneGeigen – sinfonisches Blasorchester in Hannover e.V.
Nöthel 2010