Maria-Magdalenen-Gemeinde

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Kirchliche Wiedervereinigung in Ricklingen

Maria-Magdalenen-Gemeinde fusioniert zum 1. Juli 2009 mit der Michaelisgemeinde
Maria-Magdalenen-Kirche wurde am Sonntag, 14. Juni 2009, entwidmet

Am Sonntag, 14. Juni 2009, wurde zum letzten Mal Gottesdienst in der kleinen Kirche am Ricklinger Bangemannweg gefeiert. 1962 aus der Michaelisgemeinde hervorgegangen, geht die Maria-Magdalenen-Gemeinde nun nach 47 Jahren wieder zurück in den Schoß ihrer Ursprungsgemeinde. Der Kostendruck sowie die demografische Entwicklung und die damit einhergehenden schrumpfenden Mitgliederzahlen haben nun zur mittlerweile vierten Kirchenschließung in Hannover geführt. Mit der Aufgabe der Maria-Magdalenen-Kirche konnte die halbe Pastorenstelle gesichert werden, die nun der letzte Pastor der Maria-Magdalenen-Kirche, Dr. Kurt Liedtke, innehat. Er wird zukünftig mit Pastorin Marlies Ahlers in der Michaelisgemeinde tätig sein.

Maria-Magdalenen-Kirche
Die Maria-Magdalenen-Kirche am Bangemannweg 8a in Hannover-Ricklingen

Zu einem bewegenden Gottesdienst, an dem viele Gemeindeglieder beider Ricklinger Kirchengemeinden, Mitglieder der Nachbargemeinden, sowie Gäste aus dem öffentlichen Leben des Stadtbezirks teilnahmen, begrüßte Pastor Dr. Liedtke alle Anwesenden mit dem Hinweis, dass er eigentlich drei Augen benötige: „Zwei Augen zum Weinen und eines zum Vorausschauen auf die kommenden Dinge in der neuen Kirchengemeinde.“
Zum Abschluss wurden alle wichtigen Gegenstände, wie die Bibel, das Altarkreuz, die Abendmahlskelche, das Taufbecken und die Kerzen aus der Kirche hinausgetragen und Pastor Dr. Liedtke schloss die Tür der ehemaligen evangelischen Kirche. In einer Prozession, angeführt von der Gospelgruppe „Good News“, ging es danach hinüber zur Michaeliskirche, wo der Gottesdienst fortgesetzt wurde.

Umzug zur Michaeliskirche
Umzug zur Michaeliskirche

Das Gebäude am Bangemannweg steht nun zum Verkauf. Anfang September soll sich entscheiden, welcher Interessent den Zuschlag bekommt. Bis dahin sind alle, die das Grundstück mit Immobilie haben wollen und ca. 1,1 Millionen Euro auf der hohen Kante haben - so viel ist als Erlös aus dem Verkauf anvisiert – aufgerufen, ein Angebot abzugeben. Bei der Nachnutzung sei vom Abriss bis zu einer kirchlichen Nutzung alles denkbar, erklärte Pastor Dr. Liedtke im Anschluss an den Gottesdienst bei einem Empfang auf dem Vorplatz der Michaeliskirche.

Ankunft an der Michaeliskirche
Ankunft an der Michaeliskirche

2007 wurde mit der Gustav-Adolf-Kirche die erste evangelische Kirche in Hannover aufgegeben. Die liberale jüdische Gemeinde hat diese zu einem Gemeindezentrum umgebaut. Eine weitere gottesdienstliche Nutzung von entwidmeten Kirchen wird von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) begrüßt. Die Entscheidungen müssten jedoch immer die Gemeinden tragen, sagte der hannoversche Superintendent Christian Sundermann. Im vergangenen Jahr wurde mit der Messias-Kirche erstmals eine nach dem Krieg in Hannover gebaute Kirche abgerissen.

Empfang auf dem Vorplatz der Michaeliskirche
Empfang auf dem Vorplatz der Michaeliskirche
Weitere Fotos in der Galerie...

Gottesdienst anlässlich der Entwidmung der Maria-Magdalenen-Kirche

1. Sonntag nach Trinitatis – 14. Juni 2009

Maria-Magdalenen-Gemeinde
Schaukasten der Maria-Magdalenen-Gemeinde
Schaukasten der Maria-Magdalenen-Gemeinde
Im Altarraum der Maria-Magdalenen-Kirche
Im Altarraum der Maria-Magdalenen-Kirche
Die Tür zu Kirche wurde geschlossen
Die Tür zu Kirche wurde geschlossen
Links & Adressen
Umzug auf der Pfarrstraße
Umzug auf der Pfarrstraße
Pastorin Marlis Ahlers begrüßt die neuen Gemeindemitglieder
Pastorin Marlis Ahlers begrüßt die neuen Gemeindemitglieder
Pastor Dr. Kurt Liedtke vor seiner neuen Kirche
Pastor Dr. Kurt Liedtke vor seiner neuen Kirche
Landessuperintendentin Dr. Spiekermann
Landessuperintendentin Dr. Spiekermann im Gespräch (mitte); dahinter links Pastor Dirk Stelter und im Hintergrund gibt Pastorin Ahlers dem NDR ein Interview
Artikel: Fidele Dörp
Fotos: Ulrich Kütemeyer
Nöthel 2009