Die Grünen Ricklingen

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Die Grünen in Ricklingen: Bericht aus der Bezirksratssitzung im Januar 2009

In der ersten Sitzung des Bezirksrats im Jahr 2009 standen viele interessante Berichte auf der Tagesordnung. Zunächst stellte Herr Habermann-Nieße von dem Büro „Plan Zwei“ die Zwischenergebnisse der integrativen Stadtteilarbeit Oberricklingen vor. In drei Arbeitsgruppen können interessierte Anwohner und Kaufleute ihre Ideen und Vorstellungen zu den Themen Einzelhandel, Verkehr und Stadtteilimage einbringen. Herr Habermann-Nieße zeigte auf einigen Folien die Struktur in Oberricklingen auf: So geht der inhaberbetriebene Einzelhandel immer stärker zurück. Zurzeit leben 30 % über 60-Jährige in Oberricklingen, in Hannover dagegen sind insgesamt 24 % der Einwohnerinnen und Einwohner über 60. In Oberricklingen wird ein überdurchschnittlicher Bevölkerungsrückgang erwartet, wobei das Durchschnittsalter sinken wird. Gleichzeitig wird in Oberricklingen ein sehr hoher Anteil Hochbetagter mit über 80 Jahren leben. Auf diese Situation muss der Stadtteil sich einstellen und muss sich fragen, welche Angebote zukünftig benötigt werden.

Die Arbeitsgruppen haben festgestellt, dass die Göttinger Chaussee unattraktiv ist. Zudem wird der Platz am Gesundheitszentrum in der Wallensteinstraße als „undefiniert“ empfunden. Auch wurde das Fehlen eines ausgeprägten Stadtteilimages von Oberricklingen bemängelt. Es wurden auch schon einige Maßnahmen in Gang gesetzt: So unterziehen sich einige Geschäfte mit Unterstützung der Landeshauptstadt einem sogenannten „store check“. Hierbei werden die Ladeninhaber beraten, wie sie ihre Auslagen verschönern und mit welchen weiteren Maßnahmen sie ihre Geschäfte attraktiver gestalten können. Die integrative Stadtteilarbeit Oberricklingen wird auch in 2009 fortgesetzt.

Als nächstes stellten Herr Bertold und Herr Schneider von der Firma EON die Baupläne in der Treskowstraße in Mühlenberg vor. Der von EON beauftragte Architekt Herr Droste erläuterte den geplanten Neubau in der Treskowstraße 7. Nach Fertigstellung des Baus werden insgesamt 1.780 Menschen an diesem EON-Standort arbeiten. Fragen zur zukünftigen Gestaltung des Grundstücks und zur Baustellenorganisation wurden beantwortet. Baubeginn soll im April 2009 sein, im Sommer 2010 sollen die Mitarbeiter den Neubau beziehen können. Der Architekt betonte, dass der Bau energetisch sinnvolle Elemente wie die Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums erhalten werde. Allerdings wurde auf Nachfrage eingestanden, dass dabei nicht ein bestimmter energetischer Standard wie zum Beispiel Passivhausstandard angestrebt werde, sondern dass nur Maßnahmen umgesetzt werden, die sich wirtschaftlich rechnen. Auch den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem dafür sicher gut geeigneten Dach mochten die Vertreter nicht zusagen. Ob auch hier der Wirtschaftlichkeitsaspekt im Vordergrund steht oder ob man der Meinung ist, dass eine Photovoltaikanlage auf dem Dach von EON Kernkraft nicht gut passt – diese Frage blieb unbeantwortet.

Der Bezirksrat wies darauf hin, dass viele Mitarbeiter die Parkplätze auf dem Park&Ride Platz blockieren würden. Die Vertreter von EON betonten, dass sie entsprechend der Anforderungen der Bauordnung ausreichend Parkmöglichkeiten für die Mitarbeiter zur Verfügung stellen würden. Es werde jedoch auch geprüft, ob Anreize zur Nutzung des ÖPNV zum Beispiel durch die Einführung eines Firmen-Abos für den Großraum-Verkehr Hannover geschaffen werden könnten.

Schließlich berichtete Frau Busse von der VHS über die Ausbildung und die Arbeit der bisher 31 ehrenamtlich tätigen Integrationslotsen in Hannover. Sie haben in Volkshochschulkursen soziale und kommunikative Kompetenzen für interkulturelles Handeln erworben. Die meisten haben selber Migrationserfahrungen. Als Lotsen sollen sie einzelne Migranten, die über eine Koordinationsstelle (Tel. 16844566) vermittelt werden, über einen begrenzten Zeitraum unterstützen und sie an professionelle Beratungsstellen weiterleiten. Die Lotsen werden weiterhin von der Koordinationsstelle begleitet. Drei von ihnen leben in unserem Stadtteil.

Wir arbeiten zur Zeit auch intensiv an der Vorbereitung zur Bildung eines Integrationsbeirates. Dieser soll die Teilhabe der Migranten am politischen Leben im Bezirk ermöglichen und den interkulturellen Dialog fördern. Wir werden weiter darüber berichten.

Die nächsten Sitzungen des Bezirksrats finden am 19. Februar und am 26. März statt. In der März-Sitzung wird unter anderem die Evaluation zum Projekt Schünemannplatz auf der Tagesordnung stehen. Die Stadtteilgruppe von Bündnis 90 / Die Grünen trifft sich das nächste Mal am 4. März um 19 Uhr im Freizeitheim Ricklingen.

Einen schönen restlichen Winter wünschen Ihnen Ihre Grünen im Bezirksrat
Sabine Tegtmeyer-Dette und Jürgen Weßling

B90 / Die Grünen
Links & Adressen
B90 / Die Grünen
Artikel: Sabine Tegtmeyer-Dette, B90 / Die Grünen Ricklingen
Nöthel 2009