Ricklingen

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Hannovers Straßenstrich kommt nach Ricklingen

Diese Meldung konnte man am Wochenende in der Zeitung lesen. Dies soll allerdings erst im Falle eines Sieges des CDU Oberbürgermeister-Kandidaten Dirk Toepffer bei der Wahl 2006 passieren. Toepffer will das Sperrgebiet vergrößern und damit die Prostitution aus der Innenstadt verbannen. Als ein möglicher neuer Standort schlug er den Schlorumpfsweg in Oberricklingen vor.

Am Wochenende ging es in Ricklingen bei Diskussionen zu diesem Thema hoch her. Von „Dann hat man es nicht mehr so weit!“ bis „Mit uns nicht!“ reichten die Kommentare zu Toeppfers Vorschlag, den Straßenstrich um zu siedeln.
Lesen Sie hier nun die Reaktionen der Parteien in Ricklingen und die original Pressemitteilung des OB-Kandidaten.

CDU Ricklingen: Kein Straßenstrich in Ricklingen!

Die CDU Ricklingen unterstützt Dirk Toepffer in seiner Forderung, den Straßenstrich aus der City zu verbannen. Die Anwohner von Brüder- und Odeonstraße beklagen sich seit Jahren über die Belästigungen durch Prostituierte und Zuhälter. Oberbürgermeister Schmalstieg hat bisher keine Lösung angeboten. Insoweit - so Ratsherr Klaus Dieter Scholz - ist der Vorstoß von Dirk Toepffer genau richtig.

Der in die Diskussion gebrachte Standort am Schlorumpfsweg kann nur als eine von vielen Standortmöglichkeiten gedacht gewesen sein. Der Vorsitzende der CDU-Bezirksratsfraktion Albert Koch: "Eine Zustimmung zu diesem Standort wird es von mir nicht geben". "Der genannte Standort" - so der Chef der CDU Ricklingen, Ratsherr Klaus Dieter Scholz - "ist nicht geeignet. Es muss eine klügere Lösung gefunden werden, die weit weg von Wohnbebauung und sensiblen Gewerbeansiedlungen liegt und die zudem eine bestimmte Infrastruktur aufweist, die eine polizeiliche Präsenz möglich macht." Klaus Dieter Scholz weiter: "Diese Voraussetzungen bietet der beispielhaft genannte Standort nicht. Es gibt mit Sicherheit andere geeignetere Standorte."

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Prostitution in Ricklingen??

Das „neue Verkehrskonzept“ der CDU-Hannover, nämlich die Verbannung der Prostitution aus der Innenstadt in den Schlorumpfsweg können wir Ricklinger nicht akzeptieren. Die Aussage, dass bei einer solchen Verlagerung kein Bürger belästigt würde, zeugt von einer unzureichenden Ortskenntnis. Wohnen doch unweit des Schlorumpfsweges im Göttinger Hof und der benachbarten Göttinger Chaussee Bürgerinnen und Bürger unseres Stadtteils. Ich denke, dieses vielschichtige Thema ist nicht mit dem lapidaren Vorschlag einer örtlichen Verlagerung in irgendeinen Stadtteil zu lösen, hier muss über Lösungsmöglichkeiten grundsätzlich nachgedacht werden.

Trotzdem,
Ricklingen darf nicht ein Tummelplatz des Rotlichtmilieus werden!

Johannes Löser (Ratsherr, SPD)

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Pressemitteilung Dirk Toepffer:
"Hannovers gesamte Innenstadt sollte zum Sperrbezirk erklärt werden"

Dies fordert der OB-Kandidat der CDU Dirk Toepffer. „Die Ausweitung des Sperrbezirks halte ich für dringend notwendig, weil die Stadtverwaltung zurzeit nichts weiter als eine Aufwertung des Straßenstrichs im Odeon- bzw. Brüderstraßenviertels betreibt.“ so der CDU-Chef weiter.

Seit mindestens 1996 beschäftigt sich der Rat der Landeshauptstadt nun schon mit dem Thema Straßenstrich und eine Verbesserung für die Anwohner scheint nicht in Sicht. „Daraus müssen wir jetzt die richtigen Schlüsse ziehen und, genau wie andere Großstädte vor uns, für eine Erweiterung des Sperrbezirks eintreten. Eine generelle Abschaffung des Straßenstrichs ist unmöglich. Aber Aufwerten oder attraktiver gestalten muss eine Stadt den Straßenstrich deshalb nicht.“ meint der Oberbürgermeister-Kandidat.

Bei einer Verlagerung des Straßenstrichs müssen folgende Punkte auf jeden Fall berücksichtigt werden:

„Ein möglicher neuer Standort könnte meiner Ansicht nach der Schlorumpfsweg sein. Diese Durchfahrtsstraße in der Nähe der Bundesstraße belästigt keine Anwohner oder Firmen mit hohem Publikumsverkehr und ist mit ausreichender Beleuchtung ausgestattet. Der Schlorumpfsweg ist eine von mehreren denkbaren Lösungen in Gewerbegebieten, auch wenn es sicher immer Betroffene geben wird, die mit solch einem Standort nicht einverstanden sein werden.“ so Dirk Toepffer.

„Mir ist die vielschichtige Problematik durchaus bewusst, denn es geht hier nicht nur um den Straßenstrich, sondern auch um die damit häufig verbundene Drogenproblematik. Allen beteiligten Initiativen und Gruppen sollte es demnach ein Anliegen sein, sich zusammen zu setzen und nach einer Lösung zu suchen.

„Seit dem Wegfall der Bezirksregierung kann die Landeshauptstadt Hannover allein über die Festlegung eines Sperrbezirks entscheiden und sollte schnell handeln.“ meint Toepffer abschließend.

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Straßenstrich in Ricklingen?

Problem

Fakten

Stellungnahme
Der FDP Stadtbereich Südwest begrüßt die Pläne, den Straßenstrich aus der Innenstadt zu verlegen.
Eine Ansiedlung in Ricklingen kommt für uns aber nicht in Frage.
Die Verlagerung hätte nur zur Folge, dass dann die Belästigungen im Göttinger Hof oder in der Göttinger Chaussee stattfinden würden. Zusätzlich käme es zu einer Verlagerung eines Teils der Drogenkriminalität nach Ricklingen von der abzusehen ist, wie sich dies auf den Stadtteil und besonders auf das Gefährdungspotential unserer Kinder auswirkt.
Die Attraktivität unseres Stadtbereichs würde sehr darunter leiden. Abwanderungen wären die Folge, die Verkaufspreise für Wohneigentum würden sinken und das Entstehen von neuen Firmen, die wiederum Arbeitsplätze schaffen, würde behindert.
Die unter Fakten genannten Punkte können im Schlorumpsweg nur mit erheblichem Aufwand umgesetzt werden. Bei der dramatisch schlechten Haushaltslage der Stadt Hannover wird eine Lösung wie in Köln schwerlich machbar sein.
Der Ideenfindungsprozess um eine intelligentere Lösung sollte vielleicht auch über einen neuen Standort für das Rotlichtmilieu rund um die Scholvinstraße beinhalten. Das neue Gelände sollte weit ab von Wohngebieten und publikumsintensiven Industriegeländen liegen.
Als direkt betroffener Anwohner kann ich nur sagen – NEIN DANKE!

Kurt Riewe
Stellv. Vorsitzender FDP Stadtbereich Südwest

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Dirk Toepffer
Dirk Toepffer
Stadtplan
Stadtplan: Schlorumpfsweg

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  • CDU-Ortsverband Ricklingen-Wettbergen-Mühlenberg
    Vorsitzende: Michaela Michalowitz
    Im Seefelde 5
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    Göttinger Chaussee
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    Tel.: 0511 / 23 25 48
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  • Freie Demokratische Partei
    Stadtbereich Hannover-Südwest

    Ulf-Hendrik Schrader
    Hildesheimer Straße 7
    30169 Hannover
    Email Homepage
Fakten
  • Schlorumpfsweg
    Vor 1900 nach dem Flurnamen benannt, existiert der Weg aber schon seit 1820.
Text: Fidele Dörp, Pressemitteilungen
Hettwer/Nöthel 2004